Ernährung Ihrer Papageien

Stellen Sie z. B. das Futter selbst zusammen

Handelsübliches Papageienfutter ist oft zu fett. Es enthält zu viele Sonnenblumenkerne und Erdnüsse. Stellen Sie deswegen das Futter selbst zusammen. Denken Sie daran, daß die Tiere sich bei Ihnen viel weniger bewegen als in der Natur, also einen geringeren Energiebedarf haben. Füttern Sie angemessene Mengen. Auch ein Diättag pro Woche sollte eingehalten werden , wo z. B. nur Obst oder Gemüse gefüttert wird!

Pro Tag und Vogel:
* für Amazonen und Graupapageien 2 Eßlöffel Sämereien, plus Obst / Gemüse
* für große Kakadus und Aras 4 Eßlöffel 

* Sittiche 2 Teelöffel plus Obst



Zur Unterstützung der Verdauung müssen Sie täglich Vogelgrit anbieten. Wichtige Mineralstoffe liefert Futterkalk. Diesen müssen Sie daher einmal pro Woche über das Futter streuen. So füttern Sie richtig:

Taubenfutter für Papageien

Als Grundfutter eignen sich Mischungen für Tauben, weil sie alles enthalten, was Papageien an Sämereien brauchen. Sie sind im Futtermittelhandel unter den Bezeichnungen "Diät-, Zucht- und Reisefutter" erhältlich. Da dieses Futter sonst zu hart wäre, sollten Sie es vor der Fütterung jeweils einen Tag lang in Wasser einweichen.


Obst und Gemüse


Körnerfutter allein reicht zur Gesunderhaltung Ihrer Papageien nicht aus.
Füttern Sie täglich verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Darin sind wichtige Mineralien und Vitamine enthalten. Waschen Sie gespritzte Früchte vor der Fütterung gründlich ab oder schälen Sie sie!

Tierisches Eiweiß


Papageien benötigen kleine Mengen an tierischem Eiweiß. Geben Sie es Ihren Papageien einmal in der Woche.
Gut sind: ein hartgekochtes Ei, Quark, Joghurt, Maden, Pellets für Hunde oder Katzen sowie Pellets für Legehühner.

Flüssige Nahrung


Geben Sie Ihren Papageien täglich frisches Leitungswasser. Einmal in der Woche auch etwas Möhrensaft, der viel Vitamin A enthält. Niemals Kaffee, Cola oder Bier!


Futternäpfe


Um Ihre Papageien vor Krankheiten zu schützen, müssen Sie die Futternäpfe täglich gründlich reinigen. Nehmen Sie jeweils einen Futternapf für das Körnerfutter, für Obst und Gemüse, für Grit und Wasser.

Keimfutter

 

Ein wichtiger Beitrag zur gesunden Ernährung von Papageien stellt die Verfütterung gekeimter Saaten dar. Aus diesem Grund sollte man seinen Vögeln durchaus ganzjährig (z.B. einmal in der Woche) Keimfutter anbieten. Die meisten Papageien fressen es sehr gerne. Der Vorteil gekeimter Saaten liegt in der Umwandlung von in den Samen gespeicherten Kohlehydraten (Vielfachzuckern) in vom Vogel direkt verwertbare Einfachzucker. Darüber hinaus wird durch den Keimvorgang der Vitamingehalt angehoben und bedeutsame Enzyme, also spezielle Eiweiße gebildet, die sehr wichtig für die Ernährung von Papageien sind. Am günstigsten ist es, wenn die Samen gerade eben zu keimen beginnen, d. h. wenn die Keime gerade hervorbrechen. In diesem Stadium sind die Sämereien am besten verdaulich und weisen einen besonders günstigen Vitamin- und Nährstoffgehalt auf. Der richtige Zeitpunkt zur Verfütterung ist gekommen. Man kann zur Herstellung von Keimfutter eigentlich auf alle Sämereien von guter Qualität zurückgreifen. Bei kleineren Sittichen haben sich z. B. Hirse, Rübsen, Glanz und Negersaat, bei größeren Papageien Sonnenblumen, Gerste und Hafer bewährt. Man kann aber auch einfach etwas des normalen Körnergemisches zur Keimung bringen und es verfüttern. Auf diese Weise erfährt man gleichzeitig, ob das angebotene Futtergemisch qualitativ hochwertig und vor allem frisch ist. Sofern 90 % einer Körnerprobe auskeimen ohne schimmelig zu werden, kann man davon ausgehen, seinen Papageien eine sehr gute Futterqualität anzubieten. Keimfutter kann man auf unterschiedliche Weise herstellen. Am einfachsten ist die Herstellung mit Hilfe eines Keimautomaten, der im Reformhaus erworben werden kann. Ansonsten kann man das Saatgut einfach 12 Stunden lang wässern und danach in ein Sieb geben. Das Sieb wird anschließend so in einen mit Wasser gefüllten Behälter gehängt, daß der Boden des Siebes gerade eben von der Wasseroberfläche angefeuchtet wird. Je nach Temperatur und Samenqualität keimen die Saaten nach ca. 36 bis 48 Stunden aus. Aber Vorsicht! Keimfutter ist ein leicht verderbliches Futtermittel, das umgehend nach Fertigstellung den Papageien angeboten werden muß. Vor und nach der 12stündigen Wässerung und mehrmals während des Keimvorganges sollte das Keimfutter unbedingt mit einem scharfen Wasserstrahl durchgespült werden. Vor allem an heißen Tagen darf das Futter nur wenige Stunden angeboten werden. Reste müssen dann aus der Voliere entfernt werden. Es besteht die Gefahr, daß das Futter verdirbt!